Kultur im Ohlsenhaus 2020

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Veranstaltungsort: Ohlsenhaus
Mühlenstraße 1
25879 Stapel OT Süderstapel

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Auch im Jahr 2020 wird die in Stapelholm und Umgebung beliebte Reihe „Kultur im Ohlsenhaus“ fortgesetzt. Sechs Veranstaltungen sind im Zeitraum Mai bis September geplant, darunter wieder ein Programm für die Stapelholmer Kinder. Veranstalter ist die Gemeinde Stapel, organisiert wird das Ganze von der Arbeitsgruppe „Kultur im Ohlsenhaus.

Einheimische und Gäste dürfen sich auf ein bunt gemischtes Literatur- und Musikprogramm freuen. Regionale sowie überregional bekannte Künstler werden zu Gast sein, und das Plattdeutsche – noch immer Alltagssprache in Stapelholm – hat einen Ehrenplatz.

Das Programm 2020 im Überblick:

Donnerstag, 7. Mai, 19.30 Uhr
Judith Arlt: „Hooger Nüsse“ / Boris Guckelsberger (Flamenco-Gitarre)
Literarische Vermessung der Hallig, untermalt mit feurigen Gitarrenklängen

Dienstag, 12. Mai, 16.00 Uhr
Tutti der KinderZauberer: „Die große Zaubershow für die Kleinen“
Für Kinder von 4 – 11 Jahren

Sonntag, 21. Juni, 11.30 Uhr (Matinee)
Christian Berkel: „Der Apfelbaum“
„Der Kriminalist“ erzählt den spannungsreichen Roman seiner Familie.

Donnerstag, 9. Juli, 19.30 Uhr
Ulla Lachauer: „Von Bienen und Menschen“
Eine Entdeckungsreise quer durch Europa – zu Bienen und Imkern

Donnerstag, 20. August, 19.30 Uhr
Katharina Geiser: „Unter offenem Himmel“ / Jakob Neubauer (Bajan)
Die Schweizer Staplerin mit ihrem neuen Roman, dazu ein Akkordeon-Feuerwerk

Donnerstag, 24. September, 19.30 Uhr
Jan Graf: „De Welt, dat Leven, de Füerwehrmarmelaad“
Hinreißende plattdüütsche Geschichten und Lieder

Die Abendveranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr, die Matinee am 21. Juni mit Christian Berkel um 11.30 Uhr. Die Eintrittspreise von 7,50 Euro wurden beibehalten, auch die Jahreskarte kostet weiterhin 30,00 Euro. Neben der Kultur werden zu den Veranstaltungen Getränke sowie die beliebten Würstchen vom Grill angeboten. Die Lesung für Kinder am 12. Mai beginnt um 16 Uhr. Der Eintrittspreis hierfür beträgt 3,00 Euro.

Karten sind im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung Jan Stümpel, Am Fürstenburgwall 11, Friedrichstadt, und beim IK-Markt Temme, Am Markt 6, in Stapel.

Kontakt: Heinz Warnecke, Tel. 04883 / 90 55 72, E-Mail warnecke.heinz@t-online.de

„Kultur im Ohlsenhaus“ wird unterstützt von der Nospa Kulturstiftung, von der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, vom Förderverein Landschaft Stapelholm e.V. sowie von Firmen und Privatpersonen aus Stapelholm.

 

 

 

 


7. Mai: „Hooger Nüsse“

Judith Arlt hat die „Hooger Nüsse“ nach einem Halligjahr geschrieben. Es ist ein außergewöhnlicher Text – streng strukturiert in einzelnen literarischen Schritten. Jede der 110 Textseiten besteht aus 100 Wörtern, jedes Wort entspricht genau einem Meter auf der Deichlinie rund um die Hallig Hooge.

Eine Hallig ist eine Marschinsel. Nicht oder nur wenig geschützt, wird sie bei Sturmflut überschwemmt. Dann ist Landunter – im wahrsten Sinne des Wortes. Hooge ist die zweitgrößte der zehn Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer und als einzige von einem Steindeich umgeben. Alle 100 Meter haben die Deicharbeiter zu Beginn des 20. Jsahrhunderts eine Nummer in den Stein gemeißelt, 110 insgesamt.

Diesem Rhythmus folgt die Erzählerin und Protagonistin. Sie ist von Beruf Aerokartografin und hat ihre Dunkelkammer im Taunus für unbestimmte Zeit verlassen. Ihr geschultes Auge sieht die Landschaft, die Menschen und ihre Beziehungen als geometrisches Muster im Auf und Ab der Tide. Als die Zeitläufte auch noch eine afghanische Familie nach Hooge bringen, prallen mehrere Welten aufeinander – im Kopf und in der Wirklichkeit. Menschen aus den Bergen und der Wüste treffen auf das Wasser und die Hooger.

Judith Arlt stellt in der Lesung 4 inhaltliche Momente des Textes dar: die Nüsse (die es nicht gibt auf Hooge), die Naturgewalt (Landunter), die Gäste (afghanische Familie) sowie die Einheimischen.

Boris Guckelsberger umspielt gekonnt den Empfang auf der sturmumtobten Hallig mit „Aires choqueros“ (Luftstöße) von Paco de Lucía und das Landunter mit „Sierra del agua“ (Wasserwüste) von Vicente Amigo. Die afghanischen Gäste werden musikalisch ausdrucksstark mit „Herencia oriental“ (orientalisches Erbe) von Manolo Sanlúcar in Szene gesetzt und das nicht immer einfache Zusammenleben von Zugezogenen und den Halligbewohnern findet einen fulminanten Höhepunkt im „Fuoco“ (Feuer) von Roland Dyens.

Judith Arlt (*1957 in Liestal, Schweiz) studierte Slavistik und Germanistik, promovierte mit einer Doktorarbeit über den polnischen Schriftsteller und Filmemacher Tadeusz Konwicki. Lebte und arbeitete lange in Warschau und Berlin, heute als freie Schriftstellerin in Meldorf am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. Sie war 2016 Halligschreiberin auf Hooge. Der Aufenthalt wurde ermöglicht durch die Gemeinde Hallig Hooge sowie einen Förderbeitrag der Kulturkommission des Schweizer Kantons Glarus. Judith Arlt schreibt, spricht, denkt, träumt und veröffentlicht in deutscher und polnischer Sprache.

Letzte Veröffentlichungen:  „ja“ Konwickiego, Kraków, 2007; Entlassen nach: Tod. Heidelberg, 2008; Die Fölmlis. Eine Schuhmacherfamilie, Oberengstringen, 2009; Moja zima w Tsukubie, Warszawa, 2012, Die Welt war schneller als die Worte, Weinheim, 2014

Boris Guckelsberger (*1968 in Bad Homburg) studierte Konzertgitarre sowie Komposition und Musiktheorie in Hamburg und Lübeck. Neben seinen Konzertauftritten arbeitet der heute in Meldorf lebende Gitarrist mit verschiedenen Verlagen und dem NDR zusammen und ist an der Dithmarscher Musikschule als Gitarrenlehrer sowie in der studienvorbereitenden Ausbildung tätig.  In seinen Konzertprogrammen verbindet er die Leidenschaft und Ausdruckskraft solistischer Flamencomusik mit der Tiefe und Tonschönheit der klassischen Konzertgitarre. Dabei spannt Guckelsberger einen Bogen um verschiedenste Stile von Flamenco, Tango, zeitgenössischer Musik über Romantik und Klassik bis zum Barock.  Sein Wissen um Struktur und Dramaturgie der Musik macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar und mitreißend an das Publikum.

Foto: Werner Lauf


12. Mai: „Die große Zaubershow für die Kleinen“

Als Zauberer, Kartendompteur, Zirkusdirektor, Puppenspieler und Raketenmechaniker schafft es Tutti der KinderZauberer, die kleinen wie auch die großen Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Tutti der KinderZauberer, mit bürgerlichen Namen Thorsten Dankworth und hauptberuflicher Zauberkünstler aus Kropp, präsentiert Kindern und Junggebliebenen eine Zaubershow, von der sie noch lange sprechen werden. Seine altersgerechte und zeitgemäße magische Unterhaltung ist wie eine Rock-Show für Kinder ohne Musik – magisch, interaktiv, spannend und lustig. Er bietet Magie zum Anfassen, zum Hautnaherleben, zum Mitmachen. Viel Spaß ist dabei garantiert, denn ein herzhaftes Lachen ist Tutti dem Zauberer mindestens genauso wichtig, wie das fassungslose Raunen der Zuschauer. Ein Feuerwerk an Action, Gags, faszinierende Zauberkunststücke und Interaktion lassen die bunte, Mitmach- Zaubershow wie im Fluge vergehen.

Tutti der KinderZauberer unterhält und verzaubert sein junges Publikum, wie kaum ein Zweiter in Schleswig-Holstein.

Spaß und Magie stehen zwar im Vordergrund, doch vergisst der Vollzeitprofi dabei auch nicht lehrreiche Botschaften ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln – kein Wunder, schließlich „unterrichtet“ er als Gastdozent an der Uni Flensburg angehende und bereits ausgebildete Lehrer und Erzieher in Sachen pädagogischer Magie.


21. Juni (Matinee): „Der Apfelbaum“

»Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen. Dann erfand ich sie neu.«

Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.

Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.

Kurz vor Kriegsende gerät Otto in russische Gefangenschaft, aus der er 1950 in das zerstörte Berlin zurückkehrt. Auch für Sala beginnt mit dem Frieden eine Odyssee, die sie bis nach Buenos Aires führt. Dort versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert und kehrt zurück. Zehn Jahre lang haben sie einander nicht gesehen. Aber als Sala Ottos Namen im Telefonbuch sieht, weiß sie, dass sie ihn nie vergessen hat.
Mit großer Eleganz erzählt Christian Berkel den spannungsreichen Roman seiner Familie. Er führt über drei Generationen von Ascona, Berlin, Paris, Gurs und Moskau bis nach Buenos Aires. Am Ende steht die Geschichte zweier Liebender, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ihr Leben lang nicht voneinander lassen.

Christian Berkel, 1957 in West-Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Er war an zahlreichen europäischen Filmproduktionen sowie an Hollywood-Blockbustern beteiligt und wurde u.a. mit dem Bambi und der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Seit 2006 ist er in der ZDF- Serie »Der Kriminalist« zu sehen. Er lebt mit seiner Frau Andrea Sawatzki und den beiden Söhnen in Berlin.

Foto: Gerald von Foris

 


9. Juli: „Von Bienen und Menschen“

Bienen sind besondere Wesen. Wie sie leben, wie wir Menschen mit ihnen umgehen – das ist ein Seismograph für den Zustand unserer Welt.

Bienen sind heute in aller Munde. Wer aber sind die Imker? Ulla Lachauer, für ihre Reportagen über Osteuropa vielgerühmt und preisgekrönt, hat Imker in verschiedenen Regionen Europas besucht – von der Ostseeinsel Gotland über die Lüneburger Heide bis in den Schwarzwald, von den französischen Pyrenäen über Kärnten bis an die slowenische Adriaküste, vom böhmischen Isergebirge bis in die russische Exklave Kaliningrad.

Vierzehn Porträts passionierter Imker – alt und jung, auf dem Land und in der Stadt. Bewegende Geschichten: vom „Bienenkönig“ in Ljubljana, einem imkernden Lokführer, der Geschichte macht, oder einem Syrer, der vor dem Krieg in seiner Heimat fünfhundert Bienenvölker hielt und jetzt in Deutschland einen Neuanfang wagt.

Dabei geht es um grundlegende Fragen: In was für einer Beziehung stehen der Mensch und das Bienenvolk? Welche Rolle spielen Bienen in Notzeiten und Krieg? Warum und auf welche Weise werden regionale Bienenrassen verdrängt? Wie reagieren Imker auf die Bedrohung durch die moderne Agrar-Industrie und andere globale Herausforderungen, etwa die gefürchtete Varroa-Milbe? Was können uns Imker aufgrund ihrer besonderen Erfahrung über Natur und Gesellschaft erzählen, über europäische Befindlichkeiten und Träume?

Eine spannende, vielschichtige Entdeckungsreise, geprägt von der für Ulla Lachauer typischen Empathie für die Menschen, denen sie begegnet.

Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Lüneburg. Sie arbeitet als freie Autorin. Von ihr sind erschienen: „Die Brücke von Tilsit“ (1994), „Paradiesstraße (1996), „Ostpreußische Lebensläufe“ (1998), „Ritas Leute“ (2002), „Der Akazienkavalier“ (2008) und „Die blinde Gärtnerin“ (2011). Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Lüneburg. Sie arbeitet als freie Autorin. Von ihr sind erschienen: „Die Brücke von Tilsit“ (1994), „Paradiesstraße (1996), „Ostpreußische Lebensläufe“ (1998), „Ritas Leute“ (2002), „Der Akazienkavalier“ (2008) und „Die blinde Gärtnerin“ (2011).

Foto: Eva Häberle 

  


20. August: „Unter offenem Himmel“

Katharina Geiser, geboren 1956, studierte Germanistik, Englisch und Pädagogik. Sie lebt und schreibt am Zürichsee und zwischen Eider und Treene in Stapel. Zuletzt erschienen „Vierfleck oder Das Glück“ (2015) und „Diese Gezeiten“ (2011).

Behutsam und berührend, dicht und schwebend: „Unter offenem Himmel“ ist eine Familiengeschichte über fünf Generationen, erzählt in leuchtenden Details und mit dem offenen Blick für das große Geheimnis des Lebens.

Klara ist Buchhändlerin. Sie ist unverheiratet, aber sie ist nicht ohne Männer geblieben. Einen gibt es, Paul, von dem kommt sie nicht los, obwohl er nur noch eine ferne Erinnerung aus der Vergangenheit ist. Um zu verstehen, was sie mit ihm verbindet, fährt sie in den hohen Nor- den Deutschlands, in den Winkel, aus dem er gekommen ist, bevor er für immer verschwand.

Vom Verschwinden handelt auch die Geschichte von Elise mehr als hundert Jahre davor. Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt sie den Vater, die vielen jüngeren Geschwister, das eige- ne uneheliche Kind. Für eine bessere Zukunft will sie sich in Zürich prostituieren und findet dabei einen Mann, mit dem sie eine Familie gründet, deren Geschichte bis in Klaras Gegenwart reicht.

Foto: Josef Sünder

„Unter offenem Himmel“ ist ein Roman über das Suchen und Finden und das Geheimnis, dass über die Zufälle und Wechselfälle des Lebens hinweg immer alles aufgehoben scheint wie in einem Buch ohne Anfang und Ende. Dass unter offenem Himmel nichts jemals verschwindet. 

Jakob Neubauer ist in der Hauptstadt der Autonomen Republik Komi, Syktywkar, geboren. Im nördlichtesten Winkel des europäischen Teil Russlands gelegen, war dieser Ort ein beliebtes Ziel zur Verbannung politischer Häftlinge. Auch seine Familie kam dorthin als internierte Häftlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem Unterricht an der Staatlichen Musikschule auf dem Bajan (russisches Knopfakkordeon) hat er mit 8 Jahren angefangen. Als bester Schüler durfte er nach dem Abschluss der Schule seine Ausbildung an der staatlichen Fachschule für Musik fortsetzen, um anschließend  sie mit einem Studium an der Musikhochschule in St. Petersburg abzuschließen.

1978 war er Preisträger des russischen Akkordeonistenwettbewerbs in St. Petersburg. Dann folgte eine abwechslungsreiche Arbeit in Philharmonien, Orchestern und Theater. 1989 kam er als Aussiedler nach Deutschland und setzte seine Arbeit als freiberuflicher Musiker erfolgreich fort. Seit 1991 lebt er in Hamburg und  ist hier als Orchester und Theatermusiker tätig, u.a. am Deutschen Schauspielhaus, an der Hamburger Oper und im Philharmonischen Staatsorchester unter der Leitung von I. Metzmacher.

    Foto: privat  
                                                                                                              


24. September: „De Welt, dat Leven, de Füerwehrmarmelaad““

Sien Fett weg kriegen maakt nich slank, en Rentnerbrosche is nich düer, un ok en Pinökel schull een nich mit en Bumsdings verwesseln. Wo de Duden slöppt, warrt de Volksmund waken un klütert sik egen Wöör torecht. Jan Graf hett de schöönsten Exemplare infungen un vertellt dor lustige Geschichen to. Dorto singt Jan mit Quetsche un Gitarre. Op en Hotschefidel kann een keen Musik maken…

Jan Graf (45): Journalist, Musiker, Verteller. Bringt Lüüd op Platt to’n Lachen un Nadinken.  

Mit satirischen Alltagsbetrachtungen bringt Jan Graf das Publikum zum Glucksen. Er schärft den bösen Blick für die wichtigen Dinge im Leben und stellt fest: Sportler sind Proleten, Fische sind Schweine, seine Ehefrau ist ein Integrationsverweigerer. Schließlich: Wann haben Sie zuletzt darüber nachgedacht, daß warmes Wasser trockener ist als nasses Wasser? Der Autor und Journalist ist mit allen selbigen gewaschen – singen kann er nämlich auch.

Für seinen wöchentlichen Beitrag zur NDR-Plattreihe „Hör mal´n beten to!“ ebenso wie für seine lyrischen Texte erhielt Graf 2011 den Niederdeutschen Kulturpreis der Stadt Kappeln. Als Liedermacher schmückt ihn seit 2008 der Bad Bevensen Preis für Musik mit niederdeutschen Texten.

Leichtsinnige Literatur und fröhliche Volkslieder – das Publikum darf sich auf einen unterhaltsamen plattdeutschen Abend freuen.

Foto: Christoph Büttner

 

 


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Eine Dokumentation „Literatur im Ohlsenhaus“ von 2006 bis 2014